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Jahreskongress 2019: wegweisend für die Zukunft

Zukunftsweisende Entscheidungen, unerwartete Erlebnisse und große Emotionen prägten unseren Jahreskongress. Lesen Sie darüber hier in diesem Blogbeitrag und klicken Sie sich durch die Bildergalerie.

Rund 560 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie mehr als 70 Ausstellende waren zum diesjährigen SHK-Jahreskongress nach Mainz gekommen, um in der Rheingoldhalle vom 16. bis 18. Mai Marktchancen auszuloten, wichtige Veränderungsprozesse zu beschließen und die künftige Markenentwicklung zu diskutieren.

SHK-Team bewältigte unerwartete Herausforderung

Überschattet wurde der erste Kongresstag durch einen Großbrand im alten Teil der Rheingoldhalle. Doch das Beharrungsvermögen der Teilnehmenden wurde dadurch nicht erschüttert: „Das Motto unseres diesjährigen Kongresses lautet: Rücke vor auf Zukunft. Damit signalisieren wir, dass es gerade in unserer schnelllebigen Zeit sehr wichtig ist, als starke Gemeinschaft den eintretenden Wandel anzunehmen und im Interesse eines jeden Einzelnen positiv zu nutzen. Zusammenkommen, zusammenbleiben, zusammen tolle Ideen umsetzen – nur so sind wird erfolgreich!“, sagte SHK-Vorstand Sven Mischel.

Das habe sich besonders deutlich gezeigt, als klar war, dass die Rheingoldhalle und die angrenzenden Seminarräume des Hilton Hotels nicht genutzt werden können. „Durch einen gemeinsamen Kraftakt ist es dem SHK-Team – zusammen mit der Mainzplus Citymarketing Gesellschaft und dem Hilton-Hotel – noch am gleichen Tag gelungen, die geplante Abendveranstaltung in das Kurfürstliche Schloss zu verlegen.

Am Freitag und Samstag konnte die Tagung und Lieferantenmesse im Gutenbergsaal der Rheingoldhalle und den angrenzenden Gutenberg-Foyers wie geplant weitergehen, bei bester Stimmung seitens der Teilnehmerinnen und Teilnehmer als auch der beteiligten Lieferanten und Dienstleister.

Neue Unternehmensform ist beschlossen

Mit großer Mehrheit hat die Gesellschafterversammlung der Umwandlung ihrer Verbundgruppe in eine eingetragene Genossenschaft zugestimmt. Damit wird die seit Gründung im Jahr 1988 praktizierte genossenschaftliche Ausrichtung nunmehr auch als Unternehmensform deutlich. Dieser Vorgang erfolgt in zwei Schritten:

Der erste Schritt ist die bereits beschlossene Umwandlung der SHK Verwaltungs AG & Co. KG in eine eG mit Rückwirkung zum 01.01.2019. Der zweite Schritt folgt zwölf Monate später: die Aufwärtsverschmelzung der SHK Einkaufs und Vertrieb AG in eine eG.

Der Vorstand ist gemäß Genossenschaftsgesetz mit zwei Personen zu besetzen. In Falle SHK mit Sven Mischel als Vorstandsvorsitzendem und Thorsten Renk als zweitem Vorstand Finanzen, Personal und ZR. „Da Thorsten Renk erst seit dem 01.04.2019 in der SHK als kaufmännischer Leiter tätig ist, wird er zunächst für die kommenden zwölf Monate diese Vorstandsposition besetzen“, so SHK-Aufsichtsratsvorsitzender Alfred Bock.

Die eG ist im Jahr 2019 noch nicht operativ tätig. Somit bleibt die SHK Einkaufs- und Vertrieb AG bis zur Aufwärtsverschmelzung durch Beschlussfassung bei der Gesellschafterversammlung 2020 die operative Organisation. Für die neue eG wurde auch der Aufsichtsrat (Alfred Bock, Gerald Krenn, Peter Ullrich) und der beratende Beirat (Ina Säuberlich, Jens Furchtmann, Carsten Holler, Horst Langen, Markus Rettinger und Günter Schurr) – analog zur Besetzung bei der AG – gewählt

Wirtschaftlich steht die SHK top da

In seinem Bericht erläuterte Wirtschaftsprüfer Stefan Träumer, die SHK stehe grundsolide da – mit einer Top-Eigenkapitalquote, einer Dividende auf Vorjahresniveau und einem Sonderbonus in Höhe von 1 Mio. Euro, der in diesem Jahr erneut zur Ausschüttung kam. Vorstand Sven Mischel betonte: „Wirtschaftlich steht die SHK top da. Unsere Kooperation verzeichnet das größte ZR-Umsatzvolumen in unserer Branche. Dabei bleiben wir in Sachen Mitgliedergewinnung unserer Maxime treu: lieber Qualität statt Quantität. Damit einher gehen die personellen, strukturellen und organisatorischen Veränderungen, die 2018 umgesetzt wurden und auch 2019 zu weiteren Modifikationen führen werden. „Wir machen uns fit für die neuen Herausforderungen im Markt und für den dauerhaften Erhalt des freien Unternehmertums in unserem Fachhandwerk,“, so Mischel.

Lieferantenpartner hochzufrieden

War der erste Tag der Lieferantenmesse buchstäblich in Rauch aufgegangen, erwies sich an den beiden Folgetagen das Messekonzept einer Mischung aus Ausstellung, Catering, Vorträgen sowie vielfachen Begegnungsmöglichkeiten als goldrichtig.

Markentag stellt Weichen

Der in den Kongress integrierte Markentag nahm in diesem Jahr die Kooperationsmarke Die Badgestalter in den Fokus, die neben der zweiten Kooperationsmarke Meister der Elemente die Kompetenz in puncto Komplettbad und Teilsanierung Richtung Endverbraucher kommuniziert. Marketingchefin Stefanie Jung verdeutlichte mit ihrem Team in Form einer szenischen Aufführung die besondere Beziehungsqualität des Markenversprechens, die im neuen Claim „Die besten Momente sind persönlich“ ihren Ausdruck findet: „Wir lesen unseren Kunden die Wünsche von den Lippen ab. Auch wenn sie sich mal nicht bewegen.“

Konstruktive Arbeit in den Workshops

In den Workshops zu den Themen klare Positionierung, digitale Markenführung und einheitliche Prozess-Standards wurde intensiv über notwendige Anpassungsmaßnahmen diskutiert. Schnell war man sich darin einig, dass es noch mehr Verbindlichkeit der Markenteilnehmer brauche und noch mehr Präsenz und Prägnanz an den analogen wie auch digitalen Berührungspunkten zwischen Marke und Verbraucher. Dies bedeute unter anderem: mehr Konsequenz in der Markenumsetzung, mehr Investitionsbereitschaft, mehr Markenteilnehmer, Anreize für aktive Mitglieder und mehr Verpflichtung Richtung Lieferantenpartner. Große Zustimmung fand die optimierte digitale Markenführung wie auch eine höhere regionale und überregionale Markenbekanntheit, einheitliche Qualitätsstandards und strategischer Einkauf.

Inspirierende Gastredner

Bestätigung und Inspiration fanden die Kongressteilnehmenden durch die beiden Gastreferenten Jörg Löhr und Suzanne Grieger-Langer. In einem brillanten, kurzweiligen Vortrag motivierte Jörg Löhr die Chefinnen und Chefs mutig Veränderungen anzugehen und die jüngere Generation dabei mitzunehmen: „Versuchen wir, das zu bewahren, was wir erarbeitet haben, verlieren wir künftig, was wir erarbeitet haben.“ Es gehe darum, die eigenen Ansprüche zu erhöhen, limitierende Überzeugungen zu vermeiden und mit eigener Strategie erfolgreich zu sein.

Wirtschaftsprofilerin Grieger-Langer warf unterhaltsam, aber präzise einen genauen Blick auf die wahre Macht der Marke und deren Erfolgsmuster. Ihre These: Eine Marke sei menschlich, habe eine Hintergrundgeschichte, eine Macke (niemand will etwas Perfektes), sie polarisiere, zeige Ecken und Kanten. „Wenn ich Marke bin, dann muss ich keine Preise verhandeln, ich setze den Preis fest. Dann muss ich nicht um Aufträge bitten, ich werde um Leistung gebeten.“ Eine Marke rede nicht darüber, was sie tue und wie sie es tue, sondern warum es sie gebe. Im Sinne der Badgestalter: weil die besten Momente persönlich sind – gerade, wenn ein individuelles Wohlfühlbad gewünscht wird.

Gewinner des Badplanungswettbewerbs

Prämiert und gefeiert wurden auch die Badplaner des Jahres 2019. Das Thema des Planungswettbewerbs lautete diesmal „Urlaub im Bad“. Gewonnen haben Claudia Altrichter (Fa. Elsässer), Katrin Pontzen (Fa. Bukoll), Alfons Kugelberger (Fa. Zitzelsberger Die Badgestalter), Wolfgang Reineck (Fa. Reineck Die Badgestalter) und Stefanie Cáceres Sánchez (Fa. Fred Weber). Anne Dücker(Fa. Schröder) hat den Publikumspreis gewonnen.

Beste Messepräsentation

Unsere Lieferantenpartner und Dienstleister haben sich mit ihren Messeständen große Mühe gegeben, den SHK-Mitgliedsunternehmen ein einladendes und gesprächsförderndes Ambiente zu bieten. Die Teilnehmer des Jahreskongresses hatten dieses Jahr zum ersten Mal die Möglichkeit, dieses Engagement mit dem SHK-Award 2019 zu würdigen. Kriterien für ihre Entscheidung waren die zum einen die Optik und Gestaltung des Messestandes zum anderen die Servicebereitschaft und die Kompetenz des Standpersonals. Unter mehr als 70 Ausstellern der SHK-Lieferanten und Dienstleistermesse entfiel das Votum des Publikums auf das Unternehmen Kyveko, das mit dem SHK Award Best Partner ausgezeichnet wurde.

Spende für Bärenherzstiftung

Eine Spende in Höhe von 3.500 Euro für die Wiesbadener Bärenherz Stiftung konnte deren Geschäftsführerin, Anja Eli-Klein, entgegennehmen. Herzlichen Dank an alle Teilnehmer, die mit ihrer Spende die Arbeit für schwerstkranke Kinder unterstützen. Sie ermöglichen damit den Kindern und deren engsten Angehörigen Lebensqualität und Entlastung in schwerer Zeit.

Mehr Regionaltage in 2019 – Jahreskongress 2020 in Düsseldorf

Um Informationen aus erster Hand zu erhalten und Zukunftsprojekte zu diskutieren, sind die Mitglieder eingeladen zur Teilnahme an diesmal acht zweitägigen Regionaltagen einschließlich Lieferantenpräsentationen. Am ersten Tag stehen SHK-Themen auf dem Programm, der zweite Tag gilt den beiden Kooperationsmarken der Verbundgruppe.

Regionaltage Nord

  • Zeuthen bei Berlin am 13./14.06.2019
  • Haltern am See am 12./13.09.2019
  • Hildesheim am 26./27.09.2019
  • Jesteburg am 10./11.10.2019

Regionaltage Süd

  • Niederwiesa bei Chemnitz am 14./15.11.2019
  • Bruchsal am 19./20.11.2019
  • Leipheim am 21./22.11.2019
  • Koblenz am 28./29.11.2019

Der SHK-Jahreskongress 2020 wird vom 14. bis 16.05.2020 in Düsseldorf stattfinden, mit integriertem Markentag am 14.05.2020.